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Als Feuerwehrfrau muß man sich behaupten können...

 

"Als Feuerwehrfrau muss man sich behaupten können"

Originalbericht in der Bezirksrundschau "Als Feuerwehrfrau muss man sich behaupten können"

 

Eva Eberl ist eine der wenigen Feuerwehrfrauen, die vom Maschinisten, Zugskommandanten bis zur Feuerwehrmatura sämtliche Ausbildungen hat.

EBERSCHWANG (ebe). Den Pager hat sie immer mit, damit sie jederzeit abrufbereit ist zum Einsatz. Eva Eberl (25) von der Freiwilligen Feuerwehr Eberschwang gehört zu den Frauen mit den meisten Feuerwehrausbildungen in Oberösterreich.

Eine ganze Liste von Ausbildungen haben Sie bereits absolviert, wenn man einen Blick in ihren Feuerwehrpass wirft. Warum?

Eva Eberl

Ich war als Kind schon mit meinen Eltern oft bei der Feuerwehr. Allerdings waren damals Mädchen bei der Feuerwehr nicht üblich. Erst 2011 bin ich dann aktiv zur Feuerwehr gegangen. Zuerst um Bewerbe zu laufen, mit der Zeit kam dann das Interesse auch für die Einsätze. Nach dem Grundlehrgang folgten dann Ausbildungen zum Maschinisten, Verkehrslotsen, zum Gruppen- und Zugskommandanten, mittlerweile auch der goldene Funklehrgang und das goldene Leistungsabzeichen - die Feuerwehrmatura. Mir macht die Gemeinschaft Spaß, der Zusammenhalt ist groß. Und ich helfe gerne anderen Menschen.

Das klingt nach sehr vielen Stunden Kurs und Lernen?

Vor allem die Feuerwehrmatura war herausfordernd. Ein halbes Jahr habe ich mich darauf vorbereitet. Insgesamt habe ich unzählige Wochen Urlaub für die Kurse der Feuerwehr aufgebraucht. Aber nicht nur Kurse, auch Bewerbe und Einsätze verlangen oft einen Urlaubstag. Ich bin sehr froh, einen Arbeitgeber und auch einen Feuerwehrkommandanten zu haben, die mich in jeder Hinsicht unterstützen. Ohne den Rückhalt und die Flexiblität wäre ich nicht da, wo ich jetzt stehe.

Feuerwehr fällt unter "Männerdomäne". Wie geht es Ihnen da als Frau?

Es ist nicht immer leicht. Als Frau muss man sich behaupten können, sonst hat man keine Chance. Im Maschinistenlehrgang waren 59 Männer und ich. Der Kursleiter meinte, ich brauche die Pumpe nicht zu schleppen, das können schon die Männer für mich machen. Aber im Einsatz geht das ja auch nicht. Da muss man sich auf die Füße stellen, um gleich behandelt zu werden. Die Klischees 'Frauen sind nicht so stark wie Männer' und 'die packen das psychisch gar nicht' kann man sich oft anhören. Ich denke, jede Frau, die den Willen dazu hat, kann es auch schaffen. 

Sie sind die erste Frau mit Atemschutzausbildung und die erste Frau im Kommando der Eberschwanger Feuerwehr. Warum glauben Sie, gibt es nur wenige Frauen in diesen Funktionen?

Ich glaube, viele trauen sich die Feuerwehr einfach nicht zu. Dabei gibt es keinen Grund zur Angst. In einer Feuerwehr hat jeder Platz. Es gibt viele unterschiedliche Ausbildungen und eine Menge Aufgaben. Bei Einsätzen ist jeder Posten gleich bedeutend. Ein Einsatzleiter kann noch so gut sein, wenn sein Team nicht kooperiert, hat er keine Chance. Das beginnt schon bei den Lotsen, die einen Einsatzbereich sichern. 

Was waren für Sie die größten Herausforderungen?

Meine Höhenangst war die größte Hürde. Ich habe schon auf einer Stehleiter Panik bekommen. Aber mit Höhenangst hat man bei der Feuerwehr wenig Möglichkeiten. Ein Kollege hat mich dann in den Schlauchturm klettern lassen – und plötzlich war sie weg. Im vergangenen Jahr habe ich meinen bisher stärksten Einsatz erlebt, als es im Hochsilo der Firma Lederbauer brannte. Das waren Stunden, die dir die Kraft rauben. 

Haben sie nach wie vor Ziele, die Sie gerne erreichen möchten?

Auf jeden Fall. Derzeit mache ich gerade den Lastwagenführerschein. Nächster Punkt ist der Atemschutz in Silber, dann würde ich gerne noch das Abzeichen in Gold anhängen. Außerdem engagiere ich mich in der Jugendarbeit. Ich gebe gerne mein Wissen weiter, und will meine Begeisterung mit der Jugend teilen.

 

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